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Secure-Boot-Zertifikate

Zwischen Juni und Oktober 2026 sind die Microsoft-Zertifikate für den sicheren Start von 2011 abgelaufen, das letzte am 19. Oktober 2026. Betroffen sind Windows-PCs und Windows-Server mit Secure Boot.

Gilt seit

letztes Zertifikat von 2011 abgelaufen

Worum es geht

Secure Boot prüft beim Einschalten, ob Start-Manager und Treiber vertrauenswürdig sind, bevor Windows lädt. Dafür liegen im Gerät Zertifikate von Microsoft. Die Zertifikate von 2011 sind inzwischen abgelaufen: zwei im Juni 2026, das letzte am 19. Oktober 2026.

Das Tückische: Man merkt es nicht. Laut Microsoft startet ein Gerät ohne die neuen Zertifikate von 2023 ganz normal. Neue Schutz-Updates für den Startvorgang bekommt es aber nicht mehr, und Lücken an dieser Stelle bleiben offen. Ob ein Gerät schon umgestellt ist, sieht man ihm von außen nicht an.

Stand: Oktober 2026. Dieser Überblick ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Was jetzt gilt

Wer betroffen ist

Alle Betriebe mit Windows-PCs, Laptops oder Windows-Servern, auf denen Secure Boot aktiv ist. Genau hinsehen sollten Sie bei älteren Geräten, für die der Hersteller keine Firmware mehr liefert. Und bei Servern: Dort kommen die neuen Zertifikate laut Microsoft nicht von selbst, die Umstellung muss jemand anstoßen.

Unsicher? Wir prüfen das

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Status prüfen

    Welche Geräte haben die neuen Zertifikate schon? Auf vielen PCs zeigt das die App „Windows-Sicherheit“; auf zentral verwalteten Geräten und Servern prüfen wir per Skript.

  2. Updates einspielen

    Aktuelle Windows-Updates installieren. Auf Servern stoßen wir die Umstellung gezielt an.

  3. Firmware prüfen

    Gibt es beim Hersteller ein Firmware- oder BIOS-Update? Dann zuerst dieses einspielen und vorher die BitLocker-Wiederherstellungs­schlüssel sichern.

  4. Altgeräte einplanen

    Geräte, für die kein Firmware-Update mehr kommt, gehören in den Plan für den Austausch.

Wie wir helfen

Wir übernehmen alles von der Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung.

  • Bestandsaufnahme: Welche PCs und Server haben die neuen Zertifikate, welche nicht?
  • Windows-Updates zentral steuern und überwachen
  • Firmware-Updates der Hersteller prüfen und einspielen
  • Umstellung auf Windows-Servern gezielt anstoßen
  • BitLocker-Wiederherstellungs­schlüssel sichern, bevor wir etwas ändern
  • Geräte ohne Firmware-Update in den Austauschplan aufnehmen

Geräte prüfen lassen

Häufige Fragen

Was passiert, wenn das Zertifikat abgelaufen ist?

Laut Microsoft startet das Gerät weiter normal. Es bekommt aber keine neuen Schutz-Updates für den frühen Startvorgang mehr, etwa für den Windows-Start-Manager und die Sperrlisten des sicheren Starts. Neu entdeckte Lücken in der Startkette bleiben dann offen.

Wie prüfe ich, ob ein Gerät die neuen Zertifikate hat?

Auf vielen PCs zeigt die App „Windows-Sicherheit“ unter Gerätesicherheit den Stand für den sicheren Start. Auf Geräten, die eine Firma zentral verwaltet, und auf Windows-Servern ist diese Anzeige laut Microsoft standardmäßig ausgeschaltet. Dort prüfen wir per PowerShell oder über Ihre Geräteverwaltung.

Muss ich Secure Boot abschalten?

Nein. Microsoft rät ausdrücklich davon ab: Ohne Secure Boot fehlt der Schutz vor Schadsoftware, die sich schon beim Start einnistet. Außerdem kann Windows die neuen Zertifikate nur bei eingeschaltetem Secure Boot einspielen.

Braucht mein PC ein BIOS-Update?

Manche Geräte ja. Laut Microsoft brauchen einige Geräte ein Firmware-Update des Herstellers, damit die neuen Zertifikate richtig ankommen, und das gibt es unter Umständen nur für Geräte im Supportzeitraum. Wir prüfen das je Modell und sichern vorher die BitLocker-Schlüssel.

Betrifft das auch unsere Server?

Ja. Microsoft nennt Windows Server 2016, 2019, 2022 und 2025 ausdrücklich. Auf Servern kommen die neuen Zertifikate nicht über die automatische Verteilung, die Umstellung muss ein Administrator anstoßen. Windows Server 2012 und 2012 R2 bekommen seit dem Ende ihres ESU-Programms am 13. Oktober 2026 gar keine Updates mehr; läuft bei Ihnen noch Windows Server 2016, lohnt sich der Blick auf das Supportende im Januar 2027.

Weitere Themen

Geräte prüfen lassen

Wir prüfen, welche PCs und Server die neuen Zertifikate schon haben, und kümmern uns um den Rest.

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