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KI-Kompetenz nach dem AI Act

ChatGPT, Copilot und Co. sind längst im Arbeitsalltag angekommen – oft schneller als jede Regel dazu. Der AI Act verlangt, dass Betriebe ihr Team dafür fit machen.

Gilt seit

Pflicht nach Artikel 4 AI Act

Worum es geht

Ein Mitarbeiter lässt E-Mails von einem KI-Chat formulieren, eine Kollegin fasst Verträge mit Copilot zusammen, und irgendwer hat Kundendaten in ein kostenloses Online-Werkzeug kopiert. So sieht KI in vielen Betrieben heute aus: nützlich, aber ungeregelt.

Seit dem 2. Februar 2025 gilt Artikel 4 der europäischen KI-Verordnung (AI Act). Er verpflichtet Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen, etwas für die KI-Kompetenz ihres Personals zu tun. Seit Juli 2026 ist die Pflicht neu gefasst. Sie bleibt aber bestehen.

Stand: Oktober 2026. Dieser Überblick ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Was jetzt gilt

Wer betroffen ist

Jeder Betrieb, in dem Mitarbeitende KI-Werkzeuge beruflich nutzen: vom Textassistenten über Microsoft 365 Copilot bis zur KI-Funktion in Ihrer Branchensoftware.

Unsicher? Wir prüfen das

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Bestand aufnehmen

    Welche KI-Werkzeuge werden bei Ihnen schon genutzt, offiziell und inoffiziell?

  2. Regeln festlegen

    Welche Werkzeuge sind erlaubt, welche Daten dürfen hinein, wer prüft die Ergebnisse?

  3. Team schulen

    Passend zu den Aufgaben, mit Beispielen aus Ihrem Alltag.

  4. Dokumentieren

    Schulungen und Regeln festhalten und bei neuen Werkzeugen aktualisieren.

Wie wir helfen

Wir übernehmen alles von der Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung.

  • KI-Schulungen inhouse oder remote, passend zu Ihren Abläufen
  • Eine Vorlage für Ihre KI-Richtlinie, die wir mit Ihnen anpassen
  • Sichere Einführung von Microsoft 365 Copilot
  • KI-Lösungen mit Datenverarbeitung in der EU oder auf eigenen Servern
  • Regeln für den Alltag: gute Anweisungen, Ergebnisse prüfen, Grenzen kennen

KI-Schulung für Ihr Team

Häufige Fragen

Brauchen wir ein KI-Zertifikat?

Nein, ein bestimmtes Zertifikat schreibt der AI Act nicht vor. Sinnvoll sind dokumentierte Schulungen und klare Regeln.

Gilt das auch, wenn wir nur ChatGPT oder Copilot nutzen?

Ja. Wer KI-Systeme beruflich einsetzt, ist Betreiber im Sinne des AI Act. Was angemessen ist, richtet sich nach Ihren Aufgaben. Für typische Büroanwendungen bleibt der Aufwand überschaubar.

Dürfen wir Kundendaten in KI-Werkzeuge eingeben?

Das hängt vom Werkzeug, vom Vertrag und vom Zweck ab. Wir helfen, Werkzeuge auszuwählen, bei denen Daten in der EU oder auf Ihren eigenen Servern bleiben. Rechtliche Fragen klären Sie bitte mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Wie lange dauert eine Schulung?

Vom kompakten Einstieg bis zur Workshop-Reihe: Umfang und Inhalte stimmen wir mit Ihnen ab.

Muss KI-Einsatz gekennzeichnet werden?

In bestimmten Fällen ja. Seit 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten nach Artikel 50 der KI-Verordnung: Chatbots müssen so gestaltet sein, dass Menschen erfahren, dass sie mit einer KI sprechen, und Deepfakes sind offenzulegen. Auch KI-erzeugte Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren, sind zu kennzeichnen, außer ein Mensch hat sie geprüft und jemand trägt die redaktionelle Verantwortung. Welche Fälle Ihren Betrieb betreffen, klären wir an Ihren Anwendungen; rechtliche Einzelfragen bitte mit Ihrer Rechtsberatung.

Was gehört zur KI-Kompetenz, und wer braucht sie?

Die KI-Verordnung versteht darunter die Fähigkeiten, Kenntnisse und das Verständnis, um KI-Systeme sachkundig einzusetzen und sich der Chancen, Risiken und möglichen Schäden bewusst zu sein (Art. 3 Nr. 56). Gemeint sind das eigene Personal und andere Personen, die im Auftrag des Betriebs mit KI arbeiten, nicht nur die IT. Im Alltag heißt das: wissen, welche Werkzeuge erlaubt sind, welche Daten hineindürfen und wie man Ergebnisse prüft.

Wie oft muss geschult werden?

Einen festen Takt schreibt die KI-Verordnung nicht vor. Sinnvoll ist eine Auffrischung, wenn neue Werkzeuge dazukommen oder sich Regeln ändern, und eine Einweisung für neue Mitarbeitende. Halten Sie Schulungen und Regeln schriftlich fest.

Wer kontrolliert das in Deutschland?

Seit 29. Juli 2026 ist die Bundesnetzagentur Marktüberwachungsbehörde, Anlaufstelle und Beschwerdestelle für die KI-Verordnung; für einzelne Bereiche bleiben andere Behörden zuständig. Grundlage ist das Gesetz zur Marktüberwachung und Innovationsförderung von künstlicher Intelligenz (KI-MIG). Ihr KI-Service-Desk informiert vor allem kleine und mittlere Unternehmen, etwa mit einem Online-Werkzeug zur ersten Einschätzung der Risikoklasse von KI-Systemen und mit Hinweisen zum Aufbau von KI-Kompetenz.

Meldungen dazu

  1. Seit

    Recht und Pflichten

    AI Act regelt KI-Kompetenz neu

    Seit 27. Juli 2026 gilt Artikel 4 der KI-Verordnung in neuer Fassung. Die Pflicht, das Team für KI fit zu machen, bleibt. Sie ist nur flexibler.

Weitere Themen

KI-Schulung für Ihr Team

Wir schulen Ihr Team inhouse oder remote und geben Ihnen Regeln an die Hand, die zu Ihrem Betrieb passen.

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